Rauchfrei tut gut!

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Das Projekt wurde am
30.11.08 abgeschlossen

Unser Betrieb
macht rauchfrei!

Wettbewerb zur Förderung
des Nichtrauchens



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Inhalt

Interview mit der Unternehmerfrau des Jahres 2008 im Handwerk
zum Wettbewerb "Unser Betrieb macht rauchfrei!"

Download des Interviews im pdf-Format

Rauchfrei im "Glashaus"

Nicole Leiffermann, 37, ist "Unternehmerfrau des Jahres 2008 im Handwerk". Zusammen mit ihrem Mann leitet sie die Tischlerei und Glaserei Leiffermann in Wunstorf bei Hannover (www.leiffermann.de).

Gewählt wurde die gelernte Erzieherin, weil sie die Jury mit ihrem innovativen Konzept des "Glashauses" überzeugt hat: Nicole Leiffermann nutzt ihr Haus, das "Glashaus", als Ausstellungsraum für ihre Produkte und Dienstleistungen.

Im Interview betont sie, dass rauchfreie Arbeitsplätze das Aushängeschild für fortschrittliche Unternehmen sind.

Nicole Leiffermann, Unternehmerin des Jahres 2008
Bildquelle: Fotostudio Andreas Hoffmann

Herzlichen Glückwunsch zum Titel "Unternehmerfrau des Jahres 2008 im Handwerk". Waren Sie sehr überrascht über die Auszeichnung?

N. Leiffermann: Ja, schon. Ich habe mich natürlich riesig gefreut, vor allem weil ich ausgezeichnet wurde für mein Engagement in Sachen Netzwerke und Kooperation. Wir sind ein kleiner Familienbetrieb mit sechs Mitarbeitern: da ist eine solche Auszeichnung natürlich etwas ganz Besonderes.

Aber auch die Gesundheitsförderung haben Sie in Ihrem Betrieb erfolgreich zum Thema gemacht.

N. Leiffermann: Ja, das stimmt. In einem zukunftsorientierten Unternehmen ist die betriebliche Gesundheitsförderung mittlerweile ein Muss, weil motivierte Mitarbeiter die Basis des Unternehmenserfolgs sind. Mit Gesundheitsangeboten tut der Arbeitgeber einiges für diese Motivation und zeigt, dass ihm jeder Mitarbeiter am Herzen liegt. In der Neubauplanung 2005 haben wir besonderen Wert darauf gelegt, einen rückenschonenden Fußbodenbelag aus Holz im Bankraum zu platzieren. Auch gibt es bei uns viele gesundheitsfördernde Hilfsmittel, die den Arbeitsalltag der Gesellen erleichtern. Gleichzeitig stärken wir mit gemeinsamen Aktivitäten, wie Studientagen und Teamseminaren, den Teamgeist. Auch das tut dem Betrieb dann gut. Im Gegensatz zum derzeitigen Trend schaffen wir es, trotz voller Auftragsbücher regelmäßig Pausen einzulegen. Zudem haben sich mehrmalige Betriebsferien im Jahr deutlich positiv auf die Gesundheit aller Kollegen ausgewirkt. Unser Motto dabei: "Was keine Pause kennt, ist nicht von Dauer."

Und welche Erfahrungen haben Sie beim Thema "Rauchen" in Ihrem Betrieb gemacht? Gerade damit gibt es ja oft Konflikte, weil Raucher nicht aufhören können oder wollen.

N. Leiffermann: Für mich steht der Gesundheitsschutz im Betrieb an erster Stelle. Schon seit 2006 sind wir rauchfrei, das heißt im Betriebsgebäude gilt ein komplettes Rauchverbot. Nur draußen auf dem Betriebsgelände hinter der Werkstatt darf geraucht werden. Meine Erfahrung ist, dass Raucher mit diesen eindeutigen Regeln gut zurechtkommen. Unsere Philosophie: "Der Mensch steht im Mittelpunkt unseres Tuns." Das gilt natürlich auch für unsere Mitarbeiter. In der Praxis bedeutet es ganz klar: Wir leisten unseren Beitrag, dass es unserem Team auch gesundheitlich gut geht.

Nicole Leiffermann und Team
Bildquelle: Fotostudio Andreas Hoffmann

Rauchfreie Arbeitsplätze sind also bei Ihnen selbstverständlich und auch die Einführung im Jahr 2006 war ganz problemlos?

N. Leiffermann: Klar haben wir zunächst einen gewissen Widerstand der Raucher gegenüber dem betrieblichen Rauchverbot erwartet. Der blieb aber klein. Letztlich verstehen wir uns als modernen Betrieb, in dem gesundes Arbeiten groß geschrieben wird. Verqualmte Arbeitsplätze passen einfach nicht dazu. "Rauchfrei" dagegen ist mittlerweile zu einem Aushängeschild für Fortschrittlichkeit und Gesundheitsbewusstsein allgemein geworden.

Haben Sie den Rauchstopp bei Ihren rauchenden Beschäftigten gefördert?

N. Leiffermann: Ganz ehrlich: da haben wir noch ein bisschen Nachholbedarf und wollen den Wettbewerb "Unser Betrieb macht rauchfrei!" jetzt nutzen, um unsere Raucher zum Aufhören zu motivieren. Das ist eine gute Sache, denn aufhören wollen ja viele Raucher, aber es klappt oft nicht beim ersten Mal. Da ist hilfreich, wenn es in den Betrieben immer wieder mal Informationsangebote gibt. Schön, dass den Betrieben hierfür schon so viele geeignete Medien, wie Poster und Faltblätter, zur Verfügung gestellt werden.

Sie selbst rauchen nicht?

N. Leiffermann: Nein. Mein Mann und ich sind glückliche Nichtraucher. Unser "Glashaus" ist komplett rauchfrei - auch für unser Kind ist das wichtig. Außerdem kann man sich leicht vorstellen, dass die Kunden nicht gerne in ein verqualmtes "Glashaus" gehen würden.

Frau Leiffermann, wir danken Ihnen für das Gespräch.
Wunstorf, 29.09.2008