Das Projekt wurde am
30.11.08 abgeschlossen
Wettbewerb zur Förderung
des Nichtrauchens
Rauchfrei und fortschrittlich:
Interview mit der Unternehmerfrau des Jahres 2008

Yvonne Simon im Führungsteam der SIMONMETALL GmbH & Co. KG Tann (Rhön)-Günthers, Hessen
„Schon seit 1919 ist unser Unternehmen in der Metallbranche tätig. Wir fertigen hochwertige und individuell gestaltete Treppen- und Balkonanlagen, Überdachungen und Werbeanlagen. Sogar Kunstwerke gehören zu unserer breiten Produktpalette. Mit Stolz können wir sagen, dass die Kunden von unseren Ideen in Metall regelrecht begeistert sind.
Zurzeit arbeiten bei SIMONMETALL 29 Männer und Frauen. Den betrieblichen Nichtraucherschutz gibt es bei uns bereits seit 30 Jahren. Für uns heißt das, dass ein komplettes Rauchverbot im Betrieb gilt - auch im Frühstücksraum und auf allen Veranstaltungen. Auf der Baustelle und beim Kunden darf ebenfalls nicht geraucht werden.
Gerade in unserer Branche gibt es recht viele Raucher, deshalb ist es uns auch wichtig, den Rauchstopp zu fördern. Wir zahlen eine jährliche Nichtraucherprämie und übernehmen die Kosten bei einer Teilnahme an einem Raucherentwöhnungskurs. Auch an den bundesweiten Rauchstopp-Wettbewerben Rauchfrei 2006 und Rauchfrei 2008 haben wir teilgenommen. Doch damit nicht genug: wir denken, dass man in kleinen Einheiten wie bei uns auch mit motivierenden Worten viel erreichen kann. Für eine erfolgreiche Raucherentwöhnung gibt es daher ein Extra-Lob vom Führungsteam.
Den Wettbewerb „Unser Betrieb macht rauchfrei!“ finden wir klasse. Der Slogan gibt unseren langjährigen Einsatz fürs Nichtrauchen sehr gut wieder. Über die Berufsgenossenschaft haben wir vom Wettbewerb erfahren und machen natürlich mit!“
November 2008
Andreas Grahammer von der NDCom KG, Stammham (Bayern)
„Wir sind ein kleines, junges IT-Unternehmen und bieten unseren mehr als 200 Kunden – vom Privatmann bis zum großen Konzern – Rundum-Leistungen im Bereich EDV, Grafik, Programmierung und Audio. Erfolg haben wir, weil wir professionell, freundlich und günstig sind.
Für mich und meine fünf Beschäftigten gilt seit 2005: Rauchen nur noch draußen! Arbeitsplätze und Aufenthaltsräume sind komplett rauchfrei. Mir war das von Anfang an wichtig, weil die Raucherquote bei IT-lern und kreativen Berufen noch immer sehr hoch ist. Da ich selbst nicht (mehr) rauche und weiß, wie gut mir das Nichtrauchen tut, setze ich mich im Betrieb auch aktiv für den Rauchstopp ein: mit regelmäßigen Informationen, mit Gesundheitstagen und -programmen. Außerdem sitzen wir bei der Arbeit zu viel. Also warum nicht gleich Rauchstopp-Förderung mit Bewegungsförderung verbinden? Das kommt bei uns gut an.
Ich denke, dass ein Wettbewerb wie Unser Betrieb macht rauchfrei! Unternehmen anregen kann, sich verstärkt mit betrieblicher Gesundheitsförderung allgemein zu beschäftigen. Das ist gut, denn es ist im Interesse der Unternehmen selbst. Wir machen mit, denn die Wettbewerbs-Idee gefällt uns – und auch die Internetseite zum Wettbewerb mit den vielen Praxis-Statements ist wirklich nicht schlecht!“
November 2008

Bettina Davids, Betriebsratsvorsitzende, Hermes Schleifkörper GmbH Werk Dresden
„Die Hermes Schleifkörper GmbH ist eine Tochter der Hermes Schleifmittel GmbH & Co. KG. Das Werk in Dresden besteht seit 1922 und hat zur Zeit 109 Beschäftigte. Hier werden leistungsstarke Schleifwerkzeuge für vorwiegend industrielle Kunden im In- und Ausland hergestellt.
Den betrieblichen Nichtraucherschutz haben wir relativ frisch umgesetzt: seit dem 1. August 2008 gilt bei uns eine Betriebsvereinbarung, die ein allgemeines Rauchverbot regelt. Alle im Werk Beschäftigten, aber auch Besucher und Gäste, müssen sich daran halten. Wer bei uns noch rauchen möchte, findet drei Raucherzonen im Außenbereich und einen Raucherraum im Gebäude. Beschäftigte müssen sich ausstempeln, wenn sie - außerhalb der regulären Pausenzeiten - zum Rauchen den Arbeitsplatz verlassen. Das ist fair gegenüber den nicht rauchenden Kollegen, die ja keine Zigarettenpausen machen.
Uns ist klar, dass es nicht für alle Raucher einfach ist, sich an diese strikte Regelung zum Gesundheitsschutz zu halten. Deshalb unterstützen wir diejenigen, die aufhören wollen, nach Kräften: Neben Informationsmaterialien zum Rauchstopp bieten wir den Kollegen an, sich während der Arbeitszeit von unserer Betriebsärztin persönlich beraten zu lassen. Außerdem wird die Teilnahme an einem Raucherentwöhnungskurs finanziell unterstützt. Und wenn wir gemeinsam feiern, dann natürlich auch rauchfrei – wie auf unserer Weihnachtsfeier.
Vom Wettbewerb „Unser Betrieb macht rauchfrei!“ haben wir aus der Sächsischen Zeitung erfahren. Mit unseren Aktionen zur Gesundheitsförderung haben wir hoffentlich gute Chancen! Unabhängig davon, sind die Maßnahmen schon jetzt ein Gewinn für uns.“
November 2008

COR Sitzmöbel Helmut Lübke GmbH & Co. KG in Rheda-Wiedenbrück (NRW)
„Die COR-Sitzmöbel GmbH ist ein renommiertes Traditionsunternehmen im Bereich der Sitzmöbelproduktion und beschäftigt derzeit insgesamt 215 Männer und Frauen.
Klassisch-innovatives Design und Qualität für höchste Ansprüche zeichnen seit jeher unsere Produkte aus. Stolz sind wir auf eine lange Liste namhafter internationaler Kunden. Um konkurrenzfähig zu bleiben, ist ein modernes und professionelles Image wichtig. Aus unseren internationalen Erfahrungen wissen wir: „Rauchfreiheit“ steht nicht nur für Gesundheitsschutz, sondern auch für Fortschrittlichkeit in einem Betrieb.
Unseren Betrieb mit Produktions-, Verwaltungs- und Ausstellungsbereich haben wir bereits vor acht Jahren mit einer Betriebsvereinbarung vollständig rauchfrei gemacht. Einigkeit bestand auch darin, die Kantine vom Rauchverbot nicht auszunehmen und keine Zigarettenautomaten mehr zu haben. Darauf sind wir richtig stolz! Optimaler Gesundheitsschutz und professionelle Außenwirkung gehen hier Hand in Hand.
In Zukunft möchten wir zusätzlich den Rauchstopp stärker fördern: informieren und motivieren ist dabei unsere Devise. Die Medien im Wettbewerb „Unser Betrieb macht rauchfrei!“ eignen sich dafür sehr gut.
Überhaupt setzt der Wettbewerb den richtigen Akzent zur rechten Zeit: Deshalb machen wir gerne mit!
Oktober 2008

Susanne Rackwitz von der Wohnungsgenossenschaft Halle-Süd e.G.
„Mit unserem kleinen Team von sechs Leuten sind wir in der Region Halle-Süd für die Sanierung, Modernisierung und Vermietung von Wohnungen zuständig. Bei der Vermittlung legen wir großen Wert auf ein verständnisvolles Miteinander und ein familiäres Klima, in dem sich unsere Mieter sicher fühlen.
Als Servicebüro ist uns wichtig, dass wir einen freundlichen, seriösen und fortschrittlichen Eindruck machen. Gesundes Arbeiten zählt für uns einfach dazu: schon seit 2001 setzen wir mit rauchfreien Büros ein klares Zeichen für den Nichtraucherschutz. Sicher: der Rauchstopp ist nicht so leicht, deshalb haben wir mit unseren rauchenden Kollegen als Anreiz vereinbart, dass regelmäßig Team-Aktivitäten wie Sportabende oder gemeinsame Mittagessen stattfinden, wenn sie rauchfrei bleiben. Mit dieser Idee fahren wir richtig gut.
Am Wettbewerb ‚Unser Betrieb macht rauchfrei!’ nehmen wir gerne teil: endlich mal ein betrieblicher Gesundheits-Wettbewerb nur zum Rauchstopp und nur für die kleineren Unternehmen!“
Oktober 2008
Junge Musiker der Musikschule Young Symphonics in Michelstadt (Hessen)
„Junge Menschen an die Musik heranzuführen, sie beim Erlernen eines Instrumentes zu begleiten, Ihre Erfolge und Ihre Freude zu teilen, ist eine schöne Aufgabe für uns Musikpädagogen. Uns ist dabei klar, dass wir Vorbilder für die Kinder und Jugendlichen sind – und zwar nicht nur, was die Musik angeht. Auch in Sachen ‚Gesundheit’ sind wir ein Orientierungspunkt. Deshalb wird die gesunde Schule bei uns groß geschrieben: schon seit 1990 sind wir komplett rauchfrei. Für die rund 20 Lehrkräfte gibt es – anstelle der sonst üblichen Zigarettenpause - kostenlos Kaffee und Gebäck.
Mit rauchfreien Musikfesten, Wettbewerben zum Nichtrauchen, Jahresprämien fürs Nichtrauchen und Infotagen zum Rauchstopp fördern wir seit langem aktiv das Nichtrauchen. Das kommt auch unseren Schülern zugute und ist nicht zuletzt bei den Eltern sehr willkommen.
Beim Wettbewerb ‚Unser Betrieb macht rauchfrei!’ machen wir mit, weil wir zeigen wollen, was auch kleine Betriebe so alles leisten können und wie gerade junge Menschen vom rauchfreien Betrieb profitieren.“
September 2008

Das Team Wandinger von der Bäckerei Wandinger GmbH in Leutkirch (Allgäu)
„Das Gerangel um die rauchfreie Gastronomie kann ich nur schwer verstehen: das Bistro unserer Bäckerei ist bereits seit 1998 rauchfrei, und es funktioniert prima. Tabakqualm passt einfach nicht zu den frischen und leckeren Sachen, die wir in unserer Bäckerei herstellen und anbieten.
Rauchfreie Arbeitsplätze sind für meine zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbstverständlich. In Einstellungsgesprächen stelle ich immer wieder fest, wie gut das ankommt. Natürlich fördere ich auch den Rauchstopp in meinem Betrieb, wo und wie ich kann. Beliebt sind meine Einkaufsgutscheine für Nichtraucher: damit möchte ich den Rauchern eine zusätzliche Motivation zum Aufhören geben.
Der Wettbewerb Unser Betrieb macht rauchfrei! richtet sich speziell an die etwas kleineren Unternehmen. Das finden wir gut, denn auch die Kleinen können beim Thema Gesundheit ganz groß sein. Natürlich machen wir mit!“
September 2008

Thomas Niermann von der Lenzkämper Drahtformtechnik in Lüdenscheid
„Unser Betrieb mit 100 Beschäftigten steht für innovative Produktlösungen in der Metallverarbeitung. Konflikte ums Rauchen bei der Arbeit sind uns aus der Vergangenheit nicht unbekannt. Solche Spannungen tun der Produktivität nicht gut, denn ein konfliktfreies Miteinander ist wichtig für unternehmerischen Erfolg. Mit einer Betriebsvereinbarung zum Rauchverbot haben wir daher im Jahr 2005 den Gesundheitsschutz geregelt. Unsere Erfahrung bestätigt, dass Raucher und Nichtraucher damit gut zurecht kommen. Doch damit nicht genug: bei uns wird auch die Förderung des Rauchstopps groß geschrieben. Rauchenden Mitarbeitern bieten wir ein Rauchstopp-Programm an. Der erfolgreiche Rauchstopp wird extra belohnt. Kurz gesagt: Die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist uns viel wert.
Am Wettbewerb Unser Betrieb macht rauchfrei! nehmen wir teil, weil wir die Idee innovativ finden, Betriebe für ihr Engagement in der Rauchstoppförderung zu belohnen.“
August 2008

Das Team von Razor-Head Hairstyles in Bruckberg
„Na klar kennen wir in Sachen Hairstyling immer die neuesten Trends und haben als junges, dynamisches Team auch den Mut zu Ausgefallenem – aber auch beim Thema Gesundheit wollen wir Trends setzen und neue Wege gehen. Deshalb gilt bei uns: hier beginnt das Nichtraucher-Schutzgebiet – geraucht wird nur noch draußen.
Auch unsere Kunden akzeptieren das ohne Probleme und Diskussionen. Und weil „Rauchfrei wirklich gut tut“, raucht mittlerweile fast das komplette Team nicht mehr. Das ist mir als Chef besonders wichtig, denn Rauchen ist nun mal extrem gesundheitsschädlich. Mit rauchfreien Betriebsausflügen und Weihnachtsfeiern setze ich bereits seit langem ein Zeichen für den Rauchstopp. Den Wettbewerb „Unser Betrieb macht rauchfrei!“ finde ich nicht nur originell, sondern zudem sehr zeitgemäß und deshalb mache ich gerne mit!“
Juli 2008